Elektr. Abfallnachweisverfahren

Fragen und Antworten zum eANV und zum AVG Webportal

Technik und Ablauf

Wie läuft das eANV?

 

Vorabkontrolle:
Es soll ein gefährlicher Abfall entsorgt werden und es liegt noch kein bestätigter und genehmigter Entsorgungsnachweis (EN) vor. Der Erzeuger erstellt auf dem Webportal (oder einer anderen dafür vorgesehene Software) einen elektronischen EN (Verantwortliche Erklärung). Dazu füllt der Erzeuger die entsprechenden Felder aus und verschickt den EN mit qualifizierter elektronischer Signatur dann elektronisch an den Entsorger. Dieser prüft die Daten, ändert gegebenenfalls diese und erstellt die Annahmeerklärung und bestätigt den EN. Elektronisch signiert schickt der Entsorger den EN an den Erzeuger und über die zentrale Koordinierungsstelle (ZKS-Abfall) an die beteiligten Behörden.

 

Verbleibskontrolle:
Soll ein Abfall angeliefert werden, vereinbart der Erzeuger oder Beförderer einen Termin mit einer Entsorgungsanlage. Der Erzeuger/Beförderer koordiniert die Erstellung des Begleitscheines, den der Erzeuger vor Übergabe an den Beförderer mit Hilfe von Kartenlesegerät und persönlicher Signaturkarte signiert und an die Beteiligten (Beförderer, Entsorger) versendet. Der Beförderer übernimmt den Abfall und signiert ebenfalls auf den dann vorliegenden Begleitschein des Erzeugers elektronisch spätestens vor Übergabe an den Entsorger. Der Abfallentsorger nimmt den Abfall an und bestätigt nach einer Eingangskontrolle und Bearbeitung der Übergabe ebenfalls mit einer elektronischen Signatur die Übergabe. Der Begleitschein wird nun an alle Beteiligten (Erzeuger, Beförderer) wieder verschickt und über die Zentrale Koordinierungsstelle an die Behörde weitergeleitet.
Nun liegen allen Beteiligten Abfallerzeuger, Beförderer, Entsorger und Behörde die Informationen jederzeit abrufbereit vor. Die Daten werden in das Register abgelegt. Der Vorgang der elektronischen Abfallnachweisführung mit elektronischer Signatur ist jetzt abgeschlossen.

 

Was wird benötigt?

  • 1. Internetzugang
  • 2. Internetfähiger PC
  • 3. Kartenleser am PC (mind. Klasse II, E2)
  • 4. Signaturkarte je unterschriftsberechtigtem Mitarbeiter

 

Welche weiteren Teilnahmemöglichkeiten gibt es?

Mit unserem HIM-Webportal wählen Sie sich mit Ihren persönlichen Zugangsdaten in das System ein. Hier können Sie Entsorgungsnachweise und die dazugehörigen Begleitscheine erstellen, digital signieren und verschicken. Mit Hilfe einer elektronischen Signaturkarte und eines Kartenlesegerätes wird Ihre Unterschrift hinterlegt. Die Dokumente sind jeweils nur den beteiligten Parteien zugänglich. In Ihrem Register können Sie Auswertungen Ihrer Daten jederzeit abfragen. Einsatz einer Clientsoftware mit den Komponenten NSUITE-Client-Signatur und NSUITE-Client-Register, zur Anbindung an ein im Unternehmen existierendes Abfallmanagementsystem. Dabei wird vorausgesetzt, dass die für einen Entsorgungsnachweis, Begleitschein, Übernahmeschein erforderlichen Informationen in diesem System erfasst werden können. Die Komponenten sorgen für den reibungslosen Ablauf bezüglich der Erzeugung der Dokumente im XML-Format, der qualifizierten elektronischen Signatur, dem Dokumentversand und -empfang sowie der Registerführung.
Kontakt über tegos GmbH, Dortmund; Dr. Ing. Wandrei GmbH
Nutzung des Länder-eANV. Inanspruchnahme eines sonstigen Dienstleisters, der für das eANV eine Lösung anbietet.

 

Wann müssen die Begleitscheine signiert werden?

Der Erzeuger muss spätestens bei der Übergabe der Abfälle an den Beförderer, der Beförderer muss spätestens mit der Abgabe der Abfälle beim Entsorger, jedoch vor diesem, den Begleitschein signieren.

 

In welcher Reihenfolge muss die Signatur/Unterschrift auf dem Begleitschein erfolgen?

  • 1. Erzeuger signiert Begleitschein
  • 2. Beförderer
    a) signiert beim Erzeuger, direkt bei der Übergabe oder
    b) signiert im Büro durch Disponenten, nach der Übergabe oder
    c) signiert beim Entsorger, vor der Übernahme durch Entsorger. Es muss eine schriftliche Vereinbarung zwischen Erzeuger und Beförderer vorliegen.
  • 3. Entsorger signiert bei der Übernahme der Abfälle nach Abschluss des Annahmeprozesse.

 

Muss ich als Abfallerzeuger beim Transport noch irgendetwas mitgeben?

Die Daten von Begleitscheinen und Übernahmescheinen sind während des Transports im Fahrzeug mitzuführen und den Überwachungsbehörden auf Aufforderung vorzuzeigen. Es erscheint derzeit am zweckmäßigsten diese Daten bis auf weiteres in Papierform während des Transports mitzuführen. Es reicht nicht aus diese auf einem USB-Stick zu speichern und diesen den Überwachungsbehörden auszuhändigen. Beim elektronischen Mitführen muss im Fahrzeug eine Anzeige-Hardware bereit liegen.

 

Was ist, wenn mein Geschäftspartner eine andere eANV-Software einsetzt?
Nichts, alle Anbieter müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Schnittstellen umzusetzen. Dadurch ist gewährleistet, dass die elektronischen Dokumente über die ZKS-Schnittstelle ausgetauscht werden können.

 

Was ist, wenn eine Störung der elektronischen Kommunikation die Übermittlung der Daten verhindert?
Werden Störungen bekannt, so sind diese unverzüglich zu beseitigen. Bei wiederholten Störungen kann die Behörde die Einschaltung eines Sachverständigen zur Behebung des Problems verlangen. Solange die Störung besteht, ist beim Abfalltransport der Quittungsbeleg zu verwenden. Nach Beendigung der Störung sind alle Entsorgungsbelege nachträglich elektronisch zu versenden.

 

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Die Hochtemperatur- verbrennung der AVG ist Mittelpunkt eines leistungsfähigen Entsorgungszentrums. Neben der Verbrennung behandeln wir jährlich etwa 30 000 Tonnen anorganische Flüssigkeiten oder Öl-Wasser-Gemische.

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